Wien: Kaffeehäuser, Sachertorte und der schönste Bibliothekssaal der Welt!

Ich liebe den Charme von Kaffeehäusern! Lesen, Schreiben, Reden, Leute beoachten und natürlich Kaffee trinken – wo könnte das besser gehen, als in dem ganz besonderen Ambiente eines Kaffeehauses? Ein Trip nach Wien war da schon lange überfällig! Da ich in den letzten Jahren bereits die  Kaffeehauskultur in Prag und Budapest kennen und lieben gelernt habe, durfte die österreichische Hauptstadt in dieser Reihe natürlich nicht fehlen.

Die Wiener Kaffeehauskultur

Wie wichtig die Tradition und die Geschichte der Kaffeehäuser ist, zeigt die Tatsache, dass die Wiener Kaffeehauskultur seit 2011 zum immatriellen Kulturerbe der UNESCO zählt. Damals wie heute ist ein Kaffeehaus ein Ort zum Verweilen. Früher war es nicht unüblich, dass sich ein Gast nur einen einzigen Kaffee bestellte und trotzdem stundenlang im Kaffeehaus blieb, um Zeitung zu Lesen oder um zu Schreiben. Man sprach deshalb auch von der sogenannten Kaffeehauskultur. Bekannte Schriftsteller, die in den Kaffeehäusern in Wien, Prag und Budapest an ihren Werken arbeiteten, waren zum Beispiel Hugo von Hofmannthal, Arthur Schnitzler oder Franz Kafka.

Zu den bekanntesten Kaffeehäusern in Wien zählen unter anderem das Café Imperial, das Café Sperl oder das Café Sacher, wobei es noch unzählige andere gibt. Beim Café Sacher sollte man auf jeden Fall viel Zeit einplanen – hier muss man erst einmal Schlange stehen, bevor man seinen Kaffee genießen kann. Denn das Hotel Sacher, zu dem das Café Sacher gehört, ist ebenso berühmt wie die Original Sachertorte, die hier ihren Ursprung hat. Die Schokoladentorte mit Marillenmarmelade und Schokoglausur sollte man auf jeden Fall einmal probieren! Wer keine Lust auf langes Warten hat, findet die Sachertorte aber auch in jedem anderen Kaffeehaus auf der Speisekarte.

Ein Gespritzer, bitte!

Was bei Wien-Besuch ebenfalls dazu gehört, ist der Besuch eines Heurigen. So nennt man in Wien die Lokalitäten, in denen ausschließlich Wiener Wein ausgeschenkt wird. Das Wort „Heuriger“ bezeichnet dabei nicht nur das Lokal an sich, sondern auch den Wein vom aktuellen Jahrgang. Die Heurigen sind also ähnlich zu der Straußenwirtschaft, wie man sie in der Freiburger Region findet. Wein wird in den Heurigen oft als „Spritzer“ oder „Gespritzer“ getrunken, also in Kombination mit Mineralwasser. Wer nicht gleich als Tourist auffallen will, bestellt sich hier statt einer Weinschorle also ganz lässig einen Spritzer. Für den kleinen und großen Hunger ist in den Heurigen natürlich auch gesorgt: Traditionell gibt es eine Art Buffett, an dem es deftige Spezialitäten wie Käse, Wurst, Kartoffelsalat und natürlich das bekannte Wiener Schnitzel gibt.  Man merkt, dass die Wiener das Leben genießen – vor allem kulinarisch! Und genau das sollte man als Tourist auch tun, was in den zahlreichen Kaffeehäusern und Heurigen auch wie von selbst geht …

Einer meiner Highlights in Wien war außerdem der Besuch der Österreichen Nationalbibliothek in Wien – für Bücherfreunde ein Muss! Denn zur Nationalbibliothek gehört der Prunksaal, der als Teil der ehemaligen Hofbibliothek im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Und dieser macht mit seinen 20 Meter hohen Wänden, den Fresken und dem barockem Flair seinem Namen alle Ehre!

Wer sich noch an die Bibliothek aus dem Disney-Film „Die Schöne und das Biest“ erinnern kann: So ähnlich kann man sich auch den Prunksaal in Wien vorstellen – und genau so eine Wirkung hat der Saal auch auf Menschen, die Bücher lieben! Was außerdem sehr angenehm ist: die Ruhe in der Bibliothek. Genau das Richtige, um für ein paar Minuten mal durchzuatmen und sich vom Sightseeing und Stadttroubel zu erholen …

Wo Sissi einst lebte …

Der Besuch des Schloss Schönbrunn, dem „Sissi-Schloss“ gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm in Wien. Zum Schloss gehört auch ein 160 ha große Park – ideal, um zwischendurch mal ein Päuschen einzulegen, die Beine auszustrecken und die Aussicht zu genießen … Eine Hauptattraktion im Schlosspark ist außerdem der älteste noch bestehende Zoo der Welt, der Tiergarten Schönbrunn.

Parkanlage von Schloss Schönbrunn

Sich im Grünen ausruhen kann man aber auch wunderbar in den Anlagen des Schloss Belvedere und dem angrenzenden Botanischen Garten sowie im Volksgarten. Letzterer liegt direkt im 1. Bezirk und ist vor allem wenn die Rosen blühen traumhaft schön!

Volksgarten zur Rosenblüte

Grünes Wien

Generell ist Wien eine sehr grüne Stadt. Wer die Nähe zum Wasser sucht, der kann wunderbar auf der Donauinsel entspannen. Die Donauinsel ist eine über 20 km lange künstlich angelegte Insel, die zwischen der Donau und der Neuen Donau liegt. Im Gegensatz zum eher trüben Donaukanal ist das hier Wasser schön blau und bietet verschiedene Badebuchten – perfekt um sich an warmen Sommertagen abzukühlen. Auch Spazieren und Fahrrad fahren kann man hier wunderbar.

Den anschließenden Hunger kann man dann auf dem weltweit bekannten Naschmarkt stillen. Der 2 Hektar großen Naschmarkt bestehts seit 1786 und ist ein Traum für alle Foodies. Hier findet man von Wiener Schnitzel über asiatische Spezialitäten hin zu Fischgerichten jede kulinarische Ausrichtung. Zudem gibt es diverse Stände mit Obst, Gemüse, Wurst, Backwaren, Fleisch und Fisch. Und kleine Kostproben sind bei einem Rundgang übrigens auch inklusive …

 

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